Aquarium Dünger Ratgeber

Bekommen Sie einen Überblick über die richtige Düngung in Ihrem kleinem Biotop. 

Da es sich beim Aquarium um ein abgekapseltes Ökosystem handelt, bedarf es der ständigen Kontrolle und dem Eingriff von außen, um ein perfektes Wachstum Ihrer Pflanzen zu gewährleisten und das Algenwachstum so gering wie möglich zu halten. Der häufigste Grund für ein Algenwachstum besteht in einem Ungleichgewicht der Nährstoffversorgung, aus diesem Grund muss der richtigen Düngung ein hoher Stellenwert zugeschrieben werden. Bei allen Düngern, die Sie einsetzen, sollten Sie sich an die empfohlene Dosis heran tasten, da jedes Biotop individuell ist und die Angaben somit nicht 1:1 übertragbar sind. Hierbei ist zu erwähnen, dass Aquarien mit starker Beleuchtung einen weitaus höheren Nährstoffverbrauch haben als schwach beleuchtete. Als Anhaltspunkt kann eine Lichtleistung von über 0,5W/l für ein stark beleuchtetes Becken angesehen werden.

 

CO2 (Kohlenstoffdioxid)

CO2 ist für unsere Aquarienpflanzen der wichtigste Nährstoff überhaupt. Unter Einwirkung von Licht und CO2 erzeugen die Pflanzen mit Hilfe eines biochemischen Prozesses Energie (Kohlenhydrate). Diese Energie wird zum Aufbau neuer Pflanzenmasse verwendet. Fehlt es an ausreichend CO2 im Wasser, so kommt das Pflanzenwachstum zum Stillstand. Die Konsequenzen daraus sind, dass durch den Wachstumsstillstand die Konkurrenz für Algen sinkt und diese nun überhandnehmen. Insbesondere Rotalgen, wie z. B. Bart- oder Pinselalgen, wachsen bevorzugt bei CO2 Mangel. Um ausreichend CO2 im Aquarium zu haben, empfiehlt es sich die Oberflächenbewegung des Wassers zu reduzieren, damit das im Wasser gelöste Gas nicht ausgetrieben wird. Auch der Gebrauch von Belüftungspumpen sollte möglichst beschränkt werden.

Stickstoff / Phosphat und Kalium

Die Stoffe Phosphor (Phosphat), Stickstoff und Kalium bilden das Grundgerüst einer Pflanze (Makronährstoffe). Sie werden als Hauptnährstoffe zum Aufbau neuer Pflanzenmasse benötigt. Die Pflanzen benötigen hierbei unterschiedliche Mengen eines jeden Stoffes, sodass die Begrenzung einer Komponente eine Wachstumslimitierung zur Folge hat. Dies kann nur bedingt durch das Vorhandensein der anderen Stoffe kompensiert werden. Aus diesem Grund sollten alle Stoffe immer im nachweisbaren Bereich gehalten werden.

Kalium

Bei einem Mangel von Kalium bekommen die Blätter der Pflanzen winzig kleine Löcher. Dieser Prozess beginnt vor allem bei älteren Blättern und befällt nach und nach die ganze Pflanze. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen und der Mangel beseitigt, so können die Pflanzen absterben. Glücklicherweise tritt ein Kaliummangel sehr selten auf und kann z.B. mit unserem Pflanzendünger Volldünger im Gleichgewicht gehalten werden.

Stickstoff 

Dieser Stoff dient den Aquarienpflanzen als essentieller Nährstoff. Grundsätzlich wird dabei der Stickstoff von den Pflanzen in Form von Nitrat und Ammonium verwertet. Die weitaus größere Rolle spielt hierbei das Nitrat, welches bei der Nitrifikation entsteht. Durch Eintrag von Futter, der Verdauung der Fische, toten Pflanzen oder Fischen entsteht Ammonium oder Ammoniak. Welcher dieser beiden Stoffe entsteht, hängt maßgeblich vom pH- Wert des Wassers ab. Liegt der pH- Wert über 7, so entsteht eher Ammoniak. Dieses Phänomen tritt umso stärker auf, je weiter sich der Wert von 7 entfernt. 

Ammoniak

Ammoniak ist ein schon in sehr geringer Konzentration starkes Fischgift. Es ist daher von hoher Wichtigkeit, den pH- Wert möglichst unter 7 zu halten, da sich dort primär das ungiftige Ammonium entwickelt. Ammonium / Ammoniak wird im ersten Schritt der Nitrifikationskette mit Sauerstoff zu Nitrit oxidiert. Dieser Prozess wird von Nitritbakterien (Nitrosomonas) vollzogen. Nitrit ist, wie auch Ammoniak, ein Fischgift. Es wird in einem eingefahrenen Aquarium, welches den Nitritpeak bereits vollzogen hat, rasch im zweiten Schritt der Nitrifikation von Nitratbakterien (Nitrobacter) zu Nitrat umgewandelt. Insoweit stellt dies kein Problem für Fische und Pflanzen dar. In einem neu eingerichteten Aquarium muss sich die Population der Nitratbakterien erst aufbauen, dann ist ein Fischbesatz erst möglich und sinnvoll. Das nun entstandene Nitrat ist im Wasser gelöst und steht den Pflanzen als Dünger zur Verfügung. Nicht verbrauchtes Nitrat reichert sich im Wasser an. Bei zu starkem Fischbesatz und Fütterung kann sich der Nitratwert kumulieren und immer weiter steigen. Ein Wert über 50mg/l sollte nicht überschritten werden. Permanent hohe Werte können auch starken Algenwuchs begünstigen. Idealerweise sollte der Nitratwert zwischen 10 mg/l und 20 mg/l liegen. Dauerhaft geringe Konzentrationen führen zum Wachstumsstillstand der Pflanzen und begünstigen Algenwuchs, da Algen ihren Bedarf auch durch andere Stoffe substituieren können und mit einem Mangel besser zurechtkommen. Ausgeglichene Werte helfen somit den Pflanzen zu kräftigem Wachstum und halten Algen zurück. Bei sehr geringem Besatz bzw. reinen Pflanzenbecken ist das Düngen mit nitrathaltigen Düngern unerlässlich.

Phosphat

Phosphat wird von Aquarienpflanzen dringend zum Wachstum benötigt. In Aquarien mit Fischen wird meist genügend Phosphat über den Futtereintrag in das Wasser gebracht. Bei Überfütterung und selten durchgeführten Wasserwechseln kann sich Phosphat im Wasser anreichern und zum Wachstumsstillstand und Algen führen. Werte zwischen 0,5 mg/l und 2mg/l sollten angestrebt werden. Werte darunter oder darüber können zu Algenbildung und Stagnation des Pflanzenwachstums führen. Zu hohe Konzentrationen können durch häufigere Wasserwechsel gesenkt werden. Bei reinen Pflanzenbecken muss über einen entsprechenden Dünger ausreichend Phosphat ins Wasser gebracht werden.

ACHTUNG! Sollten Sie Filtermedien wie Zeolith, Siporax oder hochporöse Keramiken verwenden, müssen Sie die Phosphatwerte im Auge behalten. Diese Filtermaterialien absorbieren in starkem Maße die für Pflanzen essentiellen Stoffe und führen diese somit in einen Mangel, welcher sich durch Stagnation des Wachstums und starkem Algenwuchs äußert.

Makronährstoffe

Wie der Name bereits sagt, handelt es sich hier um Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine, die in sehr geringen Konzentrationen von den Pflanzen aufgenommen werden. Dies sind beispielsweise Mangan, Zink, Kupfer, Magnesium, Bor, Kobalt, Chlor, Molybdän, Eisen, usw. Auch wenn diese Stoffe nur in geringsten Konzentrationen von den Pflanzen benötigt werden, führt ein Fehlen eines dieser Stoffe zu einem Wachstumsproblem. Bei Eisen-, Magnesium- oder Manganmangel kommt es häufig zu Blattchlorosen. Dabei werden die Pflanzenblätter bedingt durch einen Chlorophyllmangel gelblich bis weißlich und sterben schließlich ab.

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